Unsere Neue Zeitung

5. Juni 2018 Politik im Land

Facebook-Chef blieb viele Antworten schuldig

Beim Treffen des Europäischen Parlaments mit Mark Zuckerberg kritisierte Gabi Zimmer, die Vorsitzende der Linksfraktion GUE/NGL, den Facebook-Chef für die zweifelhaften Praktiken seines Unternehmens, die von der gravierenden Verletzung des Datenschutzes der Facebook-Nutzer*innen bis hin zur millionenschweren Lobbyarbeit in Brüssel gegen den... Mehr...

 
22. Mai 2018 Politik im Land

Die Kunst der Provokation

Felix Almes, Kunststudent aus Leipzig, wandelt in Gera auf Schlingensief. Mit kräftig überspitzten, satirischen Forderungen, will er nicht nur provozieren, sondern vor allem zum Nachdenken über gesellschaftliche Zustände anregen. Mehr...

 
22. Mai 2018 Politik im Land

Subversiv in Zagreb

Seit 2008 findet das „Subversive Festival“ in Zagreb statt. Es begann als ein Filmfestival, das es schnell zu internationaler Anerkennung brachte. Bereits in den darauffolgenden Jahren entwickelte es sich zu einem zentralen Treffpunkt der Linken in Südosteuropa. Mittlerweile vereint es kulturelle, künstlerische, literarische und politische... Mehr...

 
8. Mai 2018 Politik im Land

Notwendige Solidarität

Antisemitismus ist ein altes Problem, das nie verschwunden war. Im Gegenteil. Zwar schien durch den blau-braunen Trollterror gegen Moslems, Linke oder Grüne Antisemitismus kaum noch eine Rolle zu spielen, doch offenbar hat sich nichts geändert. Der Angriff auf Kippaträger oder der Skandal um Möchtegern-Rapper belegen, wie sehr Antisemitismus... Mehr...

 
 
6. Juni 2014 Politik

Wissenschaftliche Rechtfertigung für NS-Massenmord

In seiner aktuellen Publikation wendet sich der Wissenschaftshistoriker und Biologiedidaktiker Uwe Hoßfeld unter dem Titel „Institute, Geld, Intrigen – Rassenwahn in Thüringen, 1930 bis 1945“ ein weiteres Mal dem Anteil Thüringens und vor allem der Universität Jena an der Entstehung und Verbreitung der Rassenideologie zu. Der materialreichen Studie, von der Landeszentrale für politische Bildung publiziert, seien viele Leserinnen und Leser gewünscht.
Thüringen nehme, so bilanziert Hoßfeld, die wissenschaftshistorische Tradition des Rassismus im 19. Und 20. Jahrhundert betreffend, „eine größere Rolle ein, als bei dem kleinen Land zu vermuten wäre“. Gerade an der Universität Jena ergaben sich, so Hoßfeld weiter, aus der spezifischen Interpretation und Weiterentwicklung des Darwinismus (u.a. durch Ernst Haeckel)  „direkte Verbindungen (…) zum Sozialdarwinismus, zur Rassenhygiene, Eugenik, Rassenkunde“. Es sei hinsichtlich der Forschungen Darwins und Haeckels aber generell in den europäischen Gesellschaften zu einer Verkürzung der evolutiven Aussagen „und parallel dazu oftmals zu einer politisch aufgeladenen Interpretation der Forschungsergebnisse“ gekommen.
„Rassenhygiene“ und „Rassenkunde“ wurden in Deutschland zunehmend synonym mit biologischer Anthropologie verwendet, ideologisch noch weiter aufgeladen durch die Behauptung einer Überlegenheit einer „nordischen Rasse“. Ab 1930 nachweisbar, so betont Hoßfeld, schickte Thüringen „sich an, erstes rassenkundliches Experimentierfeld im Dritten Reich zu werden“. Die Universität Jena sollte dabei zum „nationalsozialistischen wissenschaftlichen Stützpunkt erster Ordnung“ (NSDAP-Gauleiter Fritz Sauckel) gemacht werden – und spielte deutschlandweit eine traurige Vorreiterrolle. Unter Bruch der Hauptsatzung der Universität wurde schon 1930 durch den Thüringer Staatsminister für  Mehr...

 
27. Mai 2014 Politik

Dubiose „Hochschultage“ in Jena: Erneut wurde Evangelikalen und Kreationisten ein Podium geboten

Eher harmlos klingt der Name der Veranstaltung, die vom 12. bis 14. Mai an der altehrwürdigen Friedrich-Schiller-Universität stattfand: „Hochschultage Jena“. Doch schon die Organisatoren dieser speziellen „Hochschultage“ lassen aufhorchen: die Jenaer Dependancen der „Studentenmission Deutschland“ sowie der „Studenten für Christus“ und eine Gruppe „Entschieden für Christus“. Nun spricht nichts dagegen, dass sich gläubige Studenten austauschen. Doch „Hochschultage“, veranstaltet in den Räumen einer Universität, sollen wohl auf eine wissenschaftliche Veranstaltungen hindeuten – was hier eine Art Etikettenschwindel darstellt, betrachtet man die Personalien bei avisierten „Vorträgen, Seminaren und Gesprächsangeboten über zentrale Lebens- und Glaubensfragen“. Zu den ankündigten Referenten zählten evangelikale Christen (eine Glaubensrichtung, die strenge Lebensregeln aus der Bibel ableitet – mit einer Grauzone zum Fundamentalismus) sowie Kreationisten, Gegner der Evolutionstheorie, die die biblische Schöpfungslehre vertreten. Mehr...

 
9. Mai 2014 Politik

Politik und Medien: aufeinander angewiesen

Das Verhältnis von Politikern und Journalisten gilt als höchst diffizil, es handelt sich in jedem Fall um eine Wechselbeziehung. Falk Neubert hat sich in seiner Forschungsarbeit darauf konzentriert und die Bedeutung vor allem der informellen Öffentlichkeitsarbeit von Landespolitikern in Sachsen analysiert.  Mehr...

 
12. Februar 2014

Phantastische Bilder einer fernen Welt

Ich muss etwa acht Jahre alt gewesen sein, als ich während des Besuchs bei den Großeltern beim Stöbern in einer Kammer ein Buch fand. Es gehörte meinem Vater, der es zur Jugendweihe erhalten hatte. Der Titel: „Weltall, Erde, Mensch“. Das Buch faszinierte mich – vor allem die Illustrationen, die als ausklappbare Doppelseiten vor Äonen vergangene Urzeitwelten,  Mammuts, Säbelzahntiger, Steinzeitmenschen und immer wieder Saurier zeigten. Die Bilder stammten von dem tschechischen Künstler Zdenek Burian (1905-81), dem in einem vorangestellten Text ausdrücklich gedankt wurde. Seine Bilder prägen bis heute meine Vorstellung einer fernen Urzeit (auch wenn sie als teilweise von der Forschung überholt gelten). Dabei dürfte es sich um einen nicht nur individuellen Effekt handeln, wurde „Weltall, Erde, Mensch“ doch von 1954 an zwei Jahrzehnte lang als offizielles Jugendweihegeschenk verteilt. Bei meiner eigenen Jugendweihe gab es dann übrigens das Buch „Der Sozialismus, Deine Welt“. Es enttäuschte mich vor allem, weil es keine auch nur entfernt ähnlichen Bildwelten präsentieren konnte (wohl auch deshalb steht es, letztlich ungelesen, noch so in meinem Bücherregal, wie ich es seinerzeit erhalten habe).
„Die verlorenen Welten des Zdenek Burian“ heißt das Buch, das jetzt im Verlag Matthes & Seitz (Berlin) erschienen ist. Es versammelt als phantastische großformatige Farbdrucke etwa 300 Bilder von Zdenek Burian, dessen Lebenswerk auf 14.000 bis 20.000 Arbeiten geschätzt wird. Die Freunde von dessen Schaffen dürften von dem Werk begeistert sein. Es stellt editorisch wie gestalterisch eine Glanzleistung dar, im Folio-Format gedruckt und mit einem edlen Leineneinband versehen. Der Verlag spricht von einem „Bilderatlas“ – völlig zu Recht. Texte sind angenehm sparsam gesetzt und benennen nur die Hauptmotive, man kann sich ganz auf die visuellen Reize einlassen.
Der Titel nimmt wohl auch Bezug auf den 1912 erschienenen Roman „The lost world“ des Sherlock-Holmes-Autors  Mehr...

 
16. Dezember 2013 Medienbrei/Politik

Journalistisches Armutszeugnis: Die Thüringer Allgemeine und der angebliche Gehalts-Spitzenreiter Thüringer

Man mochte sich am Morgen des 16. Dezember die Augen reiben. Über ihren Twitter-Account meldete die Thüringer Allgemeine: „Nach langer Durststrecke: Gehälter in #Thüringen im Osten Spitze“. Wie bitte? Mehr...

 
28. November 2013 Politik

CDU geht von „Bodo Ramelow oder Christine Lieberknecht“ aus

Die CDU Thüringen hat am 23. November in Gera ihre Landesvorsitzende Christine Lieberknecht „per Akklamation“ zur Spitzenkandidatin für die Landtagswahl 2014 „ernannt“, wie es in einem Meldung der Partei heißt. Das Votum auf dem Parteitag soll einstimmig erfolgt sein. Der Vorgang hat allerdings keine wahlrechtliche Relevanz, denn die Landesliste der CDU ist noch nicht gewählt. Mehr...

 
15. November 2013 Politik

Zerrüttete Verhältnisse: CDU-Landtagsfraktion demütigt die Landesregierung

Am 23. November soll Christine Lieberknecht auf dem Landesparteitag der CDU zur Spitzenkandidatin für die Landtagswahl 2014 in Thüringen gekürt werden. Doch die Reputation der Landesvorsitzenden und Ministerpräsidentin hat auch im eigenen Behuf durch diverse Affären arg gelitten. Mehr...

 
15. November 2013 Politik

Bilanzbroschüre

Bilanz der Arbeit der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, Schwerpunkt 2013. Link zur Bilanzbroschüre Mehr...

 

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